skip
BOOST R04.2016/17
Mexiko-Stadt
Das eMagazin von ABT Sportsline
Race Report lesen
Editorial
Das Rennen ist lang, es kann noch viel passieren, vielleicht passiert etwas Unerwartetes – was sich im Rennsport oft wie eine Floskel anhört, ist in der Formel E Realität.
Herzlich willkommen
Race Report
Das Team ABT Schaeffler Audi Sport erlebte beim vierten Lauf der Formel E ein Wechselbad der Gefühle – und ein sensationelles Happy End.
Race Report lesen
Lucas di Grassi triumphiert bei Formel E in Mexiko
Das Team ABT Schaeffler Audi Sport erlebte beim vierten Lauf der Formel E ein Wechselbad der Gefühle – und ein sensationelles Happy End: Lucas di Grassi holte in einem dramatischen Rennen seinen fünften Sieg und hat sich damit zurück in den Titelkampf gefahren. Teamkollege Daniel Abt zeigte ebenfalls eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr auf Platz sieben.

Die knapp 40.000 Fans in Mexiko-Stadt erlebten eines der dramatischsten Rennen in der noch jungen Geschichte der Elektro-Rennserie. Hauptdarsteller: Lucas di Grassi. Dank einer äußerst riskanten Strategie und dem nach eigenen Worten „besten Rennen“ seiner Formel-E-Karriere jubelte der Brasilianer schließlich doch als Sieger vor den begeisterten Fans. Ebenso wichtig: Weil Erzrivale Sébastien Buemi nur einen Zähler holte, ist der Titelkampf bei noch acht ausstehenden Rennen wieder offen.

Lucas di Grassi war nach einem verkorksten Qualifying nur vom 15. Startplatz ins Rennen gegangen und fiel nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde und dem nötigen Wechsel des Heckflügels sogar auf den letzten Platz zurück. Anschließend setzte das Team alles auf eine Karte und holte di Grassi bereits in der 18. von 45 Runden zum Autowechsel an die Box. In den verbleibenden 27 Runden lieferte der Brasilianer sein Meisterstück in Sachen Energiemanagement ab und hielt die mit deutlich mehr Power ausgestattete Konkurrenz bis zur Ziellinie hinter sich.
„Heute haben alle gesehen, was die Formel E ausmacht: Man darf niemals aufgeben, egal wie aussichtslos die Situation auch scheint“, sagt Lucas di Grassi. „Vor allem die Runden nach dem Stopp waren die vielleicht besten meiner Karriere: Ich musste mit meiner Energie haushalten und durfte keinen einzigen Fehler machen. Mein Dank geht an die Mannschaft in der Box, die mutig genug war, diese gewagte Strategie zu riskieren.“

Teamkollege Daniel Abt war der tragische Held des Mexiko ePrix: Mittags hatte der Deutsche in einem spannenden Qualifying seine zweite Pole-Position in der Formel E erobert – und wenig später unverschuldet doch wieder verloren: Die Sportkommissare attestierten einen minimal zu geringen Luftdruck und versetzten den Deutschen ans Ende des Starterfeldes. Von dort kämpfte sich Abt mit einem starken und fehlerfreien Rennen nach vorn, hielt sich aus den meisten Rangeleien heraus und sammelte im Ziel mit Platz sieben wertvolle Punkte. „Von dieser schlechten Ausgangsposition waren Punkte unser Ziel – das haben wir erreicht und damit Schadensbegrenzung betrieben“, sagt Abt. Und fügt lächelnd hinzu: „Aber natürlich ärgert es mich schon ein wenig, denn man hat an Lucas gesehen, was mit ein bisschen mehr Glück möglich gewesen wäre.“
04. Lauf
R04.2016/17 Mexiko-Stadt
Pl. Fahrer Team Rd. Zeit
01. L. DI GRASSI (BR) ABT SCHAEFFLER AUDI SPORT 45 56.27,535 Min
02. J. VERGNE (F) TECHEETAH 45 +1,966 Sek.
03. S. BIRD (GB) DS VIRGIN RACING 45 +7,480 Sek.
04. M. EVANS (NZ) PANASONIC JAGUAR RACING 45 +9,770 Sek.
05. N. PROST (F) RENAULT E.DAMS 45 +9,956 Sek.
06. J. LOPEZ (RA) DS VIRGIN RACING 45 +10,631 Sek.
07. D. ABT (D) ABT SCHAEFFLER AUDI SPORT 45 +11,694 Sek.
08. A. CARROLL (GB) PANASONIC JAGUAR RACING 45 +13,722 Sek.
09. N. PIQUET JR. (BR) NEXTEV NIO 45 +14,156 Sek.
10. E. GUTIERREZ (MEX) TECHEETAH 45 +15,717 Sek.
11. R. FRIJNS (NL) ANDRETTI FORMULA E 45 +21,459 Sek.
12. N. HEIDFELD (D) MAHINDRA RACING 45 +27,232 Sek.
13. S. BUEMI (CH) RENAULT E.DAMS 45 +1:01,365 Min.
14. J. D'AMBROSIO (B) FARADAY FUTURE DRAGON RACING 45 +1:09,646 Min.
15. S. SARRAZIN (F) VENTURI FORMULA E 44 –1 Rd.
16. F. ROSENQVIST (S) MAHINDRA RACING 43 –2 Rd.
17. M. ENGEL (D) VENTURI FORMULA E 38 –7 Rd.
18. A. DA COSTA (P) ANDRETTI FORMULA E 32 –13 Rd.
L. DUVAL (F) FARADAY FUTURE DRAGON RACING 25 –20 Rd.
O. TURVEY (GB) NEXTEV NIO 12 –33 Rd.
Punktestand
Pl. Fahrer Punkte
01. S. BUEMI (CH) 76
02. L. DI GRASSI (BR) 71
03. N. PROST (F) 46
04. J. VERGNE (F) 40
05. S. BIRD (GB) 33
06. F. ROSENQVIST (S) 20
07. D. ABT (D) 20
08. N. HEIDFELD (D) 17
09. N. PIQUET JR. (BR) 15
10. O. TURVEY (GB) 15
11. M. EVANS (AUS) 12
12. A. DA COSTA (P) 10
13. J. LOPEZ (RA) 10
14. J. D'AMBROSIO (B) 10
15. L. DUVAL (F) 9
16. R. FRIJNS (NL) 8
17. A. CARROLL (GB) 4
18. M. ENGEL (D) 2
19. S. SARRAZIN (F) 1
20. E. GUTIERREZ (MEX) 1
21. Q. MA (CN) 0
zurück zur Themenauswahl
Mexikanisches Marktflair
Scharfe Gewürze, die verschiedensten Tortilla-Varianten und exotische Säfte aus Kaktuspflanzen: Bei einem Drehtermin mit dem internationalen Sender CNN hat Lucas di Grassi hinter die Kulissen des berühmten Mercado Coyoacán geblickt und außerdem den angeblich besten Café Americano probiert. Nur die extrem scharfen lokalen Spezialitäten wie in Chili gekochten Magen ließ der Südamerikaner vorsichtshalber aus.
zurück zur Themenauswahl
Daniel Abt trifft DHL-Team
Schon fast eine kleine Tradition: Wie schon in Buenos Aires stattete Daniel Abt auch in Mexiko-Stadt dem DHL-Hauptquartier einen Besuch ab. Der Deutsche traf Formel-E-begeisterte Mitarbeiter, schrieb zahlreiche Autogramme und posierte für Fotos. Im Gegenzug besuchten DHL-Vertreter und Journalisten den Piloten an der Box und ließen sich das Rennauto erklären.
zurück zur Themenauswahl
Dr. Wolfgang Ullrich bei Formel E
Premiere: In Mexiko begrüßte das Team ABT Schaeffler Audi Sport erstmals Dr. Wolfgang Ullrich in der Box. Der langjährige Audi-Motorsportchef kennt das Autódromo Hermanos Rodríguez bereits von den Rennen der WEC und machte sich am Renntag erstmals live vor Ort ein Bild von der Elektro-Rennserie.
zurück zur Themenauswahl
Vorverkauf für die Heimrennen
Die Formel E kommt nach Deutschland – und das gleich im Doppelpack. Am 10. und 11. Juni trägt die Serie ihre beiden Rennen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin aus. Der Vorverkauf ist gestartet – unter anderem mit Daniel Abt, der als vermeintlicher Graffiti-Sprayer die Hauptrolle in einem Promotion-Video spielt. Tickets gibt es online unter www.fiaformulae.com
zurück zur Themenauswahl
Mann für alle Fälle
Wenn Daniel Abt oder Lucas di Grassi mit ihren Rennautos Bekanntschaft mit der Mauer machen, dann wartet viel Arbeit auf ihn: Jörg Steffens ist der Carbon-Experte bei ABT Sportsline – zu Hause im Kemptener Hauptquartier ebenso wie an den Rennstrecken dieser Welt. Auch in Mexiko war das ABT Urgestein mit dabei – und musste schon in der ersten Runde miterleben, dass schon bald neue Aufträge warten.
zurück zur Themenauswahl
Buntes Feld
Insgesamt 20 Piloten aus zwölf Nationen gehen in der Formel E an den Start. Neues Gesicht: der Mexikaner Esteban Gutiérrez, der bei seinem Heimrennen sein Debüt gab – und gleich einen Punkt holte. Am prominentesten ist übrigens Frankreich mit vier Fahrern vertreten, dann folgen Großbritannien und Deutschland mit jeweils drei Vertretern.
Starke Autos, starker Auftritt
Wenn man den Genfer Auto-Salon als Branchenbarometer interpretiert, kann sich ABT Sportsline auf beste Verkaufsaussichten und ein sonniges Autojahr 2017 freuen.
Mehr lesen
Supercars haben weltweit Hochkonjunktur, wie der 87. Auto-Salon Genf bewies. „Wir können das aus eigener Erfahrung nur unterstreichen“, erläuterte Hans-Jürgen Abt. Der Geschäftsführer des führenden Fahrzeugveredlers für VW- und Audi-Modelle, konnte sich 2017 sogar über ein noch größeres Publikumsinteresse freuen als in den Vorjahren. Das spiegelte sich nicht nur im Feedback der internationalen Standbesucher für die zahlreichen Neuentwicklungen wider, sondern auch in konkreten Verkäufen. „Wir konnten mehrere unserer streng limitierten Komplettfahrzeuge sowie einige Komponentenpakete direkt auf der Messe verkaufen“, so Abt weiter.
Neben dem dynamischen Luxus-SUV SQ7 und dem ultraschnellen Avant RS6+ präsentierte ABT Sportsline am Stand 1244 in Halle 1 auch den ABT TT RS-R sowie einen modifizierten R8. Stellvertretend für das Motorsport-Engagement der Allgäuer war zudem der Bolide des Teams ABT Schaeffler Audi Sport vor Ort. Gleichzeitig steht das Rennfahrzeug auch für die vielfältigen Aktivitäten des Fahrzeugveredlers hinsichtlich Elektromobilität. Mit dem ABT eCab etwa ist seit Kurzem ein elektrisch angetriebenes Transporterchassis auf Basis des VW T6 im Angebot.
Die positive Resonanz auf das neue Produkt-Line-up führt Hans-Jürgen Abt nicht zuletzt auch auf eine kleine Trendwende beim Design zurück: „Unsere aktuellen Karosseriebausätze sind im Gesamtauftritt noch stimmiger und unterstreichen den Originalcharakter eines Fahrzeugs.“

Das Interesse der Messebesucher galt jedoch nicht nur den Komplettfahrzeugen: Auch das neue Leichtmetallrad GR, das in unterschiedlichen Versionen verfügbar ist sowie die neuen Carbon-Endrohre kamen extrem gut beim Publikum an. Neben Endkunden aus aller Welt kamen auch zahlreiche Gäste aus dem Rennsport auf den Stand sowie Mitarbeiter der VW-Konzernmarken und die internationale Presse.
Schaeffler gestaltet die Mobilität für morgen
Für den weltweit präsenten Technologiekonzern Schaeffler ist die Formel E eine perfekte Bühne.
Mehr lesen
Für den weltweit präsenten Technologiekonzern Schaeffler ist die Formel E eine perfekte Bühne. Prof. Peter Gutzmer, als Technologievorstand bei Schaeffler für das Formel-E-Engagement verantwortlich, sagt: „Die gesamte Elektromobilität, dazu gehören Hybridlösungen und das rein elektrische Fahren, wird die Zukunft wesentlich prägen – besonders in den großen Metropolen der Welt“. Schaeffler bietet schon seit Jahren innovative Lösungen und Konzepte für die Mobilität für morgen an. Die Formel E ist dabei für uns ein Schlüssel-Engagement und ideal für unser Unternehmen und unsere Ingenieure.“

Schaeffler ist zusammen mit ABT Sportsline für die Entwicklung des gesamten Antriebsstrangs – also Elektromotor und Getriebe mit dem hinteren Fahrwerk inklusive Software und Verkabelung – verantwortlich. Nachdem in der Premierensaison das gesamte Starterfeld mit Einheitsautos am Start war, wurde zur zweiten Saison von den Regelmachern die individuelle Konfiguration und Realisation des Antriebsstranges freigegeben. Exakt der Bereich, in dem Schaefflers Technologie-Kompetenz für das Team ABT Schaeffler Audi Sport zum Tragen kommt. Außerdem hat das Team freie Hand bei Felgen und Dämpfern sowie bei Konstruktion und Geometrie der Fahrwerksaufhängung an der Hinterachse sowie bei der enorm wichtigen Software für den Antriebsstrang.
Schaeffler ist bekannt als Innovationsführer mit einer Vielzahl von Technologien, die Automobile sparsamer, umweltfreundlicher und sicherer machen, sowie mit Produkten für Bahnen, Flugzeuge, Windkraftanlagen und für viele weitere Industriebereiche. Überall, wo sich etwas bewegt, ist Schaeffler. Und Bewegung bedeutet auch Mobilität. Die Herausforderungen an die Mobilität der Zukunft sind groß. Daher hat sich Schaeffler dem ganzheitlichen Strategiekonzept „Mobilität für morgen“ verschrieben, um nachhaltige Lösungen für die Welt von morgen zu finden.

Spektakuläres Zeichen gegen den Klimawandel
Mit einem bisher einmaligen Event haben die Formel E, Schaeffler und Lucas di Grassi ein Zeichen gegen die Erderwärmung gesetzt: Der Brasilianer drehte in seinem Formel-E-Auto einige Runden auf einem Gletscher in Grönland

„Die globale Erwärmung ist ein Thema, das uns alle angeht. Die Elektromobilität kann und wird in Zukunft einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten“, sagt Schaeffler-Technologievorstand Prof. Peter Gutzmer. „Wir sehen die Formel E mit ihren Innovationen und neuen Ideen als einen Motor für die Mobilität der Zukunft und haben deshalb auch diese spektakuläre Aktion gern unterstützt.“
In Zusammenarbeit mit der Regierung Grönlands sowie Umweltschutz-Aktivisten und weiteren Partnern wie der Prinz-Albert-Stiftung oder der Universität in Southampton wurde das Event langfristig und sorgfältig geplant und dann mit dem geringstmöglichen Aufwand umgesetzt. Entstanden sind eindrucksvolle Bilder, ein weltweites Interesse mit rund drei Millionen Aufrufen allein auf YouTube sowie eine 48-minütige Dokumentation, die am Wochenende anlässlich des Rennens in Marrakesch und der zeitgleich dort stattfindenden internationalen Klimakonferenz „COP22“ gezeigt wurde.

„Die Gegend in Grönland ist so ein friedlicher Platz. Ich war erschrocken, als ich gesehen habe, wie sich die Landschaft durch die Erderwärmung verändert“, sagt Lucas di Grassi. „Diese Erfahrung gibt mir ein ganz neues Gefühl dafür, was für Herausforderungen vor uns liegen und was die Formel E dazu beitragen kann.“
Nächster Stopp: Monaco
Nach Gastspielen in Asien, Afrika sowie Süd- und Nordamerika kommt die Formel E jetzt nach Europa: Am 13. Mai wird der fünfte Lauf auf dem Stadtkurs in Monaco ausgetragen. Lucas di Grassi reist mit einem Rückstand von fünf Punkten als Tabellenzweiter ins Fürstentum.
R05.2016/17
13. Mai 2017
Boost R11+R12.2016/17 Montreal
eMagazin ABT Sportsline
Boost R09+R10.2016/17
Boost R07+R08.2016/17
Boost R06.2016/17
Boost R05.2016/17
Boost R04.2016/17
Boost R03.2016/17
Boost R02.2016/17
Boost R01.2016/17
http://boost.abt-motorsport.de
2016/04